Wo waren wir...


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Sonntag, 5. April 2020

Von der Quarantäne in das Paradies


Wir haben es geschafft. Die Quarantäne ist hinter uns und wir konnten Montevideo mit Gottlieb verlassen. Aber bis es soweit war, brauchten wir Nerven und die Mithilfe vom Agenten und dem Besitzer des Hotels Suizo in Nueva Helvecia. Ohne die zwei, hätten wir es nie geschafft, Gottlieb aus dem Hafen zu holen und Montevideo zu verlassen. Nur mit einer Sonderbewilligung konnten wir vom Hafen, bis nach Nueva Helvecia fahren. Wir mussten den direkten Weg nehmen und durften weder anhalten noch von der Route abweichen. Auf der 120 km langen Strecke, begegneten uns kaum Fahrzeuge und zu unserer Verwunderung wurden wir nie angehalten. Unserer Freunde Josy und Sepp, empfingen uns, mit einem erleichterten Grinsen und einer Portion Spaghetti-Bolognese, die wir mit Heisshunger verschlangen.

 Auf dem Platz befanden sich noch weitere gestrandete Reisende mit ihren Fahrzeugen.

Wir fühlten uns wirklich wie im Paradies. Die ländliche Landschaft, die Kühe auf den saftigen Weiden und die vielen Schweizer Kantonswappen, an den Häuserfassaden, weckten in uns Heimatgefühle.

Nueva Helvecia wurde am 25. April 1862, von Europäischen Auswanderern, grösstenteils Schweizern, gegründet. Bei einem Rundgang durch den Ort, stösst man immer wieder, auf Namen, wie Huber, Vogel und Fischer. Der Käse den sie hier Herstellen, soll der Beste, von ganz Südamerika sein. Sagt man. Wir werden uns erst dazu äussern, wenn wir ihn probiert haben.

Auch wenn wir die Quarantäne endlich hinter uns haben, können wir das Reisen, bis sicher nach Ostern, oder länger vergessen. In der Freiheit gefangen zu sein, ist aber einiges angenehmer, als in einem düsteren Hotelzimmer, einer Grossstadt, die Tage zu zählen.

Standort: Nueva Helvecia Uruguay




















Samstag, 21. März 2020

Turbulenter Beginn unserer Südamerika-Reise

Wir sind wieder unterwegs, aber im Moment nicht wirklich. Aber alles der Reihe nach.
 Am Montagabend sind wir in einem fast leeren Flugzeug nach Madrid geflogen. Die Passagiere wurden soweit auseinander platziert wie nur möglich. In Madrid angekommen, herrschte gähnende Leere, aber im Gegensatz zu Zürich, gab es kaum Desinfektionsmittel-Zapfstellen. Bis zum Gate, unseres Weiterfluges nach Montevideo mussten wir 20 Min. laufen. Dort angekommen traf uns fast der Schlag. Eine riesige Menschenmenge, mit Schutzmasken und Handschuhen bewaffnet, starrte uns entgegen, als wären wir von einem anderen Stern. Als sich dann später herausstellte, dass wir alle, mit derselben Maschine, nach Montevideo flogen, wurde es uns ungeschützten, ziemlich flau in der Magengegend. Das Flughafenpersonal, achtete darauf, dass die verlangten 1.50m Abstand, zwischen den Fluggästen eingehalten wurde. Aber kaum waren sie ausser Sichtweite, wurden aus den 1.50m, klägliche 50 cm. Als wir dann in der vollbesetzen Maschine, Schulter an Schulter sassen, war das Abstandhalten, 11 Stunden lang, kein Thema mehr.
Bei der Einreise wurden wir bei der Passkontrolle, von der netten Dame, mit ernster Miene, darauf hingewiesen, dass wir für 14 Tage in die Quarantäne mussten. Unsere Überraschung hielt sich in Grenzen, da wir schon in Zürich, vorgewarnt wurden. Da wir kein Wohnort in Uruguay angeben konnten, sah es so aus, dass wir im Hotel, das wir für zwei Nächte, im voraus gebucht hatten, die 14 Tage verbringen mussten. Auf der Fahrt, mit dem Taxi zum Hotel, erspähten wir zu unserer Überraschung, hinter einem Stacheldrahtzaun unser Reisefahrzeug (Gottlieb). Wäre er ein Pferd, hätte er bei unserer Vorbeifahrt, sicher mit den Hufen gescharrt. Nach 2 Tagen im Hotel, bekamen wir die Info, dass es mangels Gästen schliessen werde. Ok. Was nun? Sie schoben uns in ein anderes Hotel, in unmittelbarer Nähe ab. Wir fragten uns, wie wir dahin kommen sollten? Doch das ganze lief zu unserem erstaunen problemlos ab. Es wurde ein Taxi gerufen, das uns dann zum Hotel brachte. Wir fühlten uns für fünf Minuten, wie normale Menschen.
Homeoffice
Touristenmeile in der Altstadt von Montevideo

 Dank des Besuches unserer Reisefreunde, Sepp und Josy, die wir auf unserer Amerikareise kennengelernt hatten, fühlten wir uns nicht so isoliert, in der Quarantäne. Gottlieb können wir erst nach den 14 Tagen Quarantäne, im Hafen abholen. Wie wir dann zum Campingplatz kommen, ist noch ungewiss. Wir haben infos erhalten, dass das Reisen nicht mehr erlaubt ist. Wir werden sehen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten und das Beste aus der, sich immer wieder ändernden Situation, zu machen. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, auf diesem Planeten, geht es uns immer noch gut.




Mittwoch, 12. Februar 2020

Fahrzeugablieferung in Hamburg

Am Sonntag, ohne LKW-Verkehr und mit Windunterstützung, brausten wir Hamburg entgegen. Eskortiert von Schwiegersohn Remo und seiner Mutter Lilo, im nachtschwarzen Mercedes E 500  V8 Biturbo, schafften wir es bis kurz vor Lüneburg. Die im voraus gebuchten Zimmer, in einer alten Mühle, entsprachen unseren Ansprüchen und somit stand einer erholsamen Nacht, nichts im Wege. Leider war das Restaurant, aufgrund eines nicht vorhandenen Koches, geschlossen und somit mussten wir, um unseren Heisshunger zu stillen, bei Sturm und Regen, nach Lüneburg fahren. In einem Steak-House wurden unsere Wünsche, was das Essen betrifft, voll und ganz erfüllt.
So gegen Mitternacht, gab der Sturm Vollgas und fällte vor dem Hotel, einen etwas altersschwachen Baum. Da er mitten auf der Strasse lag, musste die Feuerwehr ausrücken und den Baum zur Seite schaffen. Zum Glück hatten wir unsere Fahrzeuge, ausserhalb der Gefahrenzone geparkt

Am Montagmorgen, nach einem reichlichen Frühstück, nahmen wir die letzten paar Kilometer unter die Räder und kamen bald mal am Hafen an. Die Ablieferung war schnell erledigt und wir konnten uns noch vor dem Mittag, auf den Rückweg machen. Trotz dem dichten Lastwagenverkehr, kamen wir flott voran. Wir waren uns einig, dass langes Autobahnfahren, mit einem komfortablen und leistungsstarken Fahrzeug, nur halb so schlimm ist. In Bad-Kissingen übernachteten wir, in einem Hotel , mit gemütlichen Zimmern und einem vorzüglichen Koch.
Den Dienstag starteten wir mit einem leckeren Frühstück und einem Rundgang durch die Altstadt.
Danach sind wir, bei Regen und Wind, in Richtung Schweiz gefahren.
Wenn alles klappt können wir unser Fahrzeug in 4 Wochen im Hafen von Montevideo abholen.





Mittwoch, 16. Oktober 2019

Back Home

Als wir von Burgen genug hatten, machten wir eine Reisepause, beim Badischen Allradtreffen in Reichartshausen. Der Deutsche Wettergott meinte es gut mit den Allrad-Freunden und die matschige Zufahrt, machte fast allen Spass. Nach dem Weekend unter gleichgesinnten, reisten wir weiter in den Schwarzwald. Am Titisee und der Tannenmühle, liessen wir unsere knapp zweimonatige Reise ausklingen.

Standort:  Amlikon-Bissegg CH






















Freitag, 11. Oktober 2019

Auf Burgentour in Süddeutschland

Mit Schloss Neuschwanstein begann unsere Burgentour. Zuerst noch bei schlechtem Wetter, das sich aber im Laufe der Tour besserte. Burgen befinden sich, wie jeder weiss,  immer auf Hügeln, was nicht schlecht für unsere Fitness ist. Zu Fuss mit kleinen Schritten, also in der menschlichen Untersetzung erklommen wir tapfer, ein Burghügel nach dem anderen. Bei den pompösen und stattlichen Schlössern, leideten wir gemeinsam mit vielen Asiaten. Bei den Burgruinen aber, waren wir meistens alleine. In Illerbeuren, im Schwäbischen Bauernhof-Freiluftmuseum, erfuhren wir eine Menge über die Torfstecher und die Bauernsleute, die vor 200 Jahren, in dieser Gegend lebten.

Standort: Badisches Allradtreffen in Reichertshausen DE



Belastungsprobe

Schloss Neuschwanstein


Schloss Hohen Schwangau

Schloss Neuschwanstein





Bauernhof-Freiluftmuseum








Schloss Hohenzollern


Getarnter Radarkasten



Burg Hohennagold


Ruine Löffelstelz in Mühlacker im Enzkreis



Unser Fluss, die ENZ